Suche:


Friedensstiftertrainings sind gefährlich und fordern nicht nur die Jugendlichen heraus!


Elefantenspiel-04Vom 28. bis 30. Januar bildeten Micha Pfeiffer und Stefan Maaß in der Karl-Friedrich-Gemeinde in Karlsruhe-Mühlburg. Es ist immer möglich, dass es bei einem Training zu Verletzungen kommt. Dieses Mal floss jedoch zum ersten Mal Blut ... 

Am Freitag, den 28. Januar trafen sich 26 Konfis mit der Mitarbeiterin Petra Rayher, die Gemeindediakonin Christa Mrotzek-Buers. Pfarrer Jürgen Barth, sowie die beiden Trainer Micha Pfeiffer und Stefan Maaß in der Karl-Friedrich-Gemeinde zum Friedensstiftertraining. Die Konfis hatten keine Ahnung, was sie an diesem Wochenende erwarten würde und einige hatten die Befürchtung, dass es langweilig werden würde. Doch schon bei der Übung "Auf den Stühlen" zeigte sich, dass das Training für manche eine große Herausforderung werden würde. So fielen im ersten Duchgang etliche Konfis von den Stühlen, doch mit jedem Durchgang wurde die Gruppe besser.

Auch die anschließende Aufgabe, Gewalt zu definieren, meisterte die Gruppe hervorragend. Doch der Höhepunkt bildete an diesem Abend das Elefantenspiel. Hier wurde gezogen und gehalten, was das Zeug hielt. Und es schien so, dass dieses Spiel für die Beobachter eine größere Herausforderung darstellte als für die Konfis selbst. Einige hatten Angst, dass sich die Konfis verletzen könnten. Doch bei diesem Spiel verletzte sich niemand ernsthaft.

Samstags ging es dann mit der Übung Standpunkt finden weiter und genau hier passierte es zwei Jugendlichen stießen zusammen und dem einen schoss das Blut aus der Nase. Das Spiel musste unterbrochen werden, konnte aber schon kurze Zeit später fortgesetzt werden.

Was brauchen Jugendliche, damit sie nicht gewalttätig werden? Sie brauchen Essen, gute Erziehung und Freunde, so die Meinung der Konfis. Dann gab es wieder actionspiele und die Möglichkeit, sich sportlich zubetätigen. Die anschließenden Rollenspiele zeigten die schauspieleriche Begabung, die in so manchem Konfi schlummert.

Am Nachmittag wurden dann Beleidigungen gesammelt und dies sorgte für viel Gelächter, noch mehr Spaß machte dann das anschließende Beleidigungsroulette. Hier konnte man ganz konkret üben, was man sagt, wenn zu einem du "Zahnspangenfresse" oder "Du MOF" gesagt wird.Eingreifen-02

Zum Schluss ging es dann um das Verhalten bei körperlicher Gewalt und wie man deeskalierend eingreift und auch hier kam es noch einmal zu einer Verletzung, als ein Jugendlicher einen anderen zu Boden zerrte. Doch trotz dieser Verletzungen gefiel den meisten Jugendlichen das Training sehr gut.

Gottesdienst-01Am Sonntag erhielten die Konfis im Gemeindegottesdienst die hart erarbeiteten Friedenszertifikate.