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"Das Friedensstiftertraining macht viel mehr Spaß als ich vorher gedacht habe!"


Elefantenspiel-08Am 25. und 26. Februar 2011 wurden 11 Jugendliche von Stefan Maaß zu Friedensstifter/-innen und Friedensstifter ausgebildet. 

Sie hatten sich freiwillig angemeldet und hatten freitags sogar  schulfrei erhalten und dennoch hatte sie keine richtige Ahnung, was sie in den zwei Tagen erwarten würde....


Die Jugendlichen kamen am Freitag morgen aus Waldbronn, Auerbach, Marxzell und Ettlingen in das Evangelische Gemeindezentrum in Waldbronn. Sie hatten keine große Erwartungen, sie wollten lernen wie man etwas zum Frieden beitragen kann.
Schon beim der Übung auf den Stühlen zeigte sich, wie gut die Gruppe zusammenarbeitete, sie konnten gemeinsam die Aufgabe bewältigen ohne einmal auf den Boden zufallen.
Anschließend wurde über die Frage diskutiert, was Gewalt ist. Ist es Gewalt, wenn der Vater dem Sohn einen Klaps gibt? Ist es Gewalt, wenn Jakob dem Esau nur gegen das Erstgeburtsrecht Essen gibt? Nach dem alle Sichtweisen vorgetragen waren, einigte man sich auf eine gemeinsame Definition: Gewalt sind körperliche und seelische Handlungen, die gegen den Willen einer Person gerichtet sind und Schaden zufügen.
Nach dieser anstrengenden Diskussion konnten die Jugendlichen beim Elefantenspiel ihre Kräfte messen. Sie gaben alles. Und am Ende war auch hier die Frage, war Gewalt im Spiel? Macht Gewalt Spaß? Das Elefantenspiel hatte Spaß gemacht, doch dies war nur dank der gemeinsam beschlossenen Regeln möglich.
Am Nachmittag ging es dann darum, was Jugendliche brauchen, damit sie nicht gewalttätig werden und um Konflikteskalation. "So was steht doch nicht in der Bibel!" äußerte ein Jugendlicher, als eine andere Teilnehmerin ihm mitteilte, wie die Geschichte einer Beleidigung in 2. Könige 2 endete. Es wurde deutlich, dass sich auch in der Bibel viele gewalttätige und konfliktträchtige Geschichten befinden. Anschließend erprobten die Jugendlichen beim Beleidigungsroulette gewaltfreie Antworten auf Beleidigungen. Auch hier konnte wieder herzhaft gelacht werden, so dass die Teilnehmer am Ende des Tages resümierten, dass es viel besser gewesen wäre, als sie vorher erwartet hätten.

Eingreifen-07Am zweiten Tag, ging es um Konflikte mit Freunden und wie man vermitteln kann, am Nachmittag nahm das Thema Mobbing einen großen Raum ein, bevor es am Ende des Tages mit der Übung "Eingreifen in Gewaltsituationen" noch einmal richtig action gab.

Am Sonntag gestalteten die Friedensstifterinnen und Friedensstifter den Gottesdienst in der Gemeinde in Waldbronn mit und erhielten am Ende die verdienten Zertifikate und Friedenspässe.

Weitere Eindrücke von dem Training vermitteln die Bilder im Fotoalbum